Von psychedelischen Plattitüden, Neuropsychedelia und der Liberalisierung von rechts (mit Nicolas Langlitz)
In dieser Folge erzählt der Anthropologe Nicolas Langlitz von seiner Forschung und aktuellen Entwicklungen im Feld der Psychedelika.
Nicolas Langlitz ist Professor für Anthropologie an der New Yorker Universität The New School for Social Research. 2012 erschien sein Buch »Neuropsychedelia«, eine anthropologische Studie über die die Wiederaufnahme der Psychedelika-Forschung. Seitdem hat er zahlreiche weitere Artikel zum Thema Psychedelika veröffentlicht.
Im Gespräch geht es um Feldforschung in neurowissenschaftlichen Laboren, die psychedelische Renaissance, Forschung zwischen Mystik und Materialismus, Aldous Huxley und seine perenniale Philosophie, psychedelische Plattitüden, die Paradoxien der geisteswissenschaftlichen Psychedelika-Forschung, Ich-Auflösungen in Zeiten von Identitätspolitik, das Interesse der politischen Rechten an Psychedelika und deren Liberalisierungsvorhaben, die Krise der Psychopharmakologie, nicht-psychedelische Psychedelika, der Stand von Psychedelika in Deutschland und das Buch als extrapharmakologischen Faktor.
Literatur:
Nicolas Langlitz: »Neuropsychedelia. The Revival of Hallucinogen Research since the Decade of the Brain«. Berkeley 2012.
–: »Rightist Psychedelia«. In: Cultural Anthropology, Hot Spots, Fieldsights, 10 July 2020.
–: »What Good Are Psychedelic Humanities?«. In: Frontiers in Psychology 14 (2023).
–: »The Paradoxes of Psychedelic Humanities«. In: Rob Lovering (Hrsg.), Palgrave Handbook of Philosophy and Psychoactive Drug Use. Cham 2024. S. 281-297.
–: »Psychedelic Innovations and the Crisis of Psychopharmacology«. In: BioSocieties 19 (2024), S. 37-58.
–: »Das Buch als extrapharmakologischer Faktor«. In: Ines Barner et al.(Hrsg.): Über Bücher. 101 Texte und Bilder für Michael Hagner. Göttingen 2025. S. 39-42.
Auf Nicolas' Website könnt ihr viele seiner Artikel herunterladen: http://www.nicolaslanglitz.de/
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